Geschwindigkeit
HTTP/2 und HTTP/3: Modernes Protokoll für schnelle Seiten
HTTP ist die Sprache, in der Browser und Server Webseiten austauschen. HTTP/2 und HTTP/3 sind neuere Versionen, die viele Dateien gleichzeitig über eine Verbindung übertragen können. Das macht Seiten mit vielen Bildern, Stilen und Skripten oft schneller als mit dem älteren HTTP/1.1. Meist lässt sich die Umstellung beim Hoster mit wenig Aufwand einschalten.
Was sind HTTP/2 und HTTP/3?
Eine Webseite besteht aus vielen einzelnen Dateien. Bei HTTP/1.1 werden sie über mehrere Verbindungen oder nacheinander geholt, was Zeit kostet. HTTP/2 führt Multiplexing ein: Viele Dateien reisen gleichzeitig über eine einzige Verbindung, ähnlich wie mehrere Fahrzeuge auf einer Autobahn statt hintereinander auf einer Landstrasse. HTTP/3 baut darauf auf, nutzt ein anderes Transportverfahren (QUIC) und kommt besser mit instabilen Verbindungen zurecht, etwa im Mobilfunk. Browser handeln die beste gemeinsame Version automatisch aus. Alle gängigen Browser unterstützen HTTP/2.
Warum zählt das für Besucher, Google und KI-Assistenten?
Besucher merken es an kürzeren Ladezeiten, vor allem bei Seiten mit vielen Dateien und auf dem Handy. Besucher springen bei langsamen Seiten eher ab. Google berücksichtigt die Geschwindigkeit als Teil der Seitenerfahrung, wenn auch als relativ kleinen Faktor. Für Suchmaschinen und KI-Crawler ist das Protokoll weniger entscheidend, weil sie meist einzelne Seiten abholen. Eine moderne Verbindung gehört aber zum technischen Standard und zeigt, dass der Server aktuell gepflegt wird. Garantien für Ranking oder Nennung in KI-Antworten gibt es dadurch nicht.
So prüfen Sie es selbst
Im Browser: F12 drücken, Reiter «Netzwerk», Seite neu laden. Mit Rechtsklick auf die Spaltenköpfe blenden Sie die Spalte «Protokoll» ein. Dort steht «h2» für HTTP/2 oder «h3» für HTTP/3. Steht dort «http/1.1», nutzt Ihr Server noch die alte Version. Der Gratis-Check von KI-Sichtradar zeigt das ebenfalls an, als Momentaufnahme der Startseite. Beachten Sie, dass die ausgehandelte Version vom Browser, vom Server und von der Verbindung abhängt und deshalb leicht abweichen kann. Prüfen Sie daher mehrmals. Auf der Kommandozeile sehen Sie die Version in der ersten Zeile der Antwort:
curl -sI --http2 https://ihre-firma.ch/ | head -n 1
# Erwartete Ausgabe bei HTTP/2:
# HTTP/2 200So beheben Sie es
HTTP/2 wird auf dem Server eingeschaltet, nicht auf der Website. Bei den meisten Hostern genügt ein Schalter in der Verwaltung oder eine kurze Anfrage an den Support. Voraussetzung ist eine verschlüsselte Verbindung (HTTPS), denn Browser nutzen HTTP/2 nur darüber. Läuft Ihre Website auf einem eigenen Server, muss die Person, die ihn betreut, das Protokoll in der Server-Software aktivieren und vorher eine Sicherung der Konfiguration machen. Ist die Umstellung beim aktuellen Hosting nicht möglich, ist das ein guter Anlass, das Paket oder den Anbieter zu überprüfen.
- Prüfen Sie im Netzwerk-Reiter, welche Protokoll-Version Ihre Startseite nutzt.
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Website über HTTPS läuft.
- Fragen Sie Ihren Hoster, ob HTTP/2 oder HTTP/3 für Ihr Paket verfügbar ist und wie es eingeschaltet wird.
- Lassen Sie die Umstellung beim Hoster oder von Ihrem Webdesigner vornehmen, bei eigenem Server nach einer Sicherung.
- Prüfen Sie danach erneut, ob «h2» oder «h3» angezeigt wird.
So bewertet KI-Sichtradar diesen Punkt
KI-Sichtradar prüft, welche HTTP-Version der Server für den Abruf der Startseite verwendet. HTTP/2 oder HTTP/3 wertet der Check grün. Wird noch HTTP/1.1 genutzt, wertet er gelb. Rot gibt es bei diesem Punkt nicht. Gemessen wird von einem Server in der Schweiz aus, nur die Startseite, mit einem Abruf. Die Version kann je nach Anfrage und Gegenstelle abweichen.
Häufige Fragen
Brauche ich HTTP/3, wenn ich HTTP/2 habe?
Nein. HTTP/2 ist für die meisten Websites bereits ein guter Stand, und der Check wertet beide gleich. HTTP/3 bringt vor allem bei schwankenden Mobilfunk-Verbindungen Vorteile. Bietet Ihr Hoster es serienmässig an, nehmen Sie es mit.
Muss ich an meiner Website etwas ändern?
In der Regel nicht. Die Umstellung betrifft den Server, nicht Ihre Texte oder Bilder. Die Website sieht danach gleich aus und lädt höchstens schneller. Voraussetzung ist, dass sie über HTTPS ausgeliefert wird.
Warum zeigt der Check gelb, obwohl mein Hoster HTTP/2 anbietet?
Möglicherweise ist es für Ihr Paket oder Ihre Domain nicht aktiviert, oder eine vorgeschaltete Einstellung liefert noch HTTP/1.1 aus. Fragen Sie beim Hoster nach. Es kann auch an der Momentaufnahme liegen: Prüfen Sie im Browser nach.
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