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Sicherheit

Gemischte Inhalte (Mixed Content) auf der Website beheben

Von Simon Mast, Design Planet · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2026

Gemischte Inhalte (Mixed Content) entstehen, wenn eine verschlüsselte https-Seite einzelne Bilder, Skripte oder Formulare über das unverschlüsselte http lädt. Dadurch können Dritte diese Teile mitlesen oder verändern, und Browser blockieren sie oft. KI-Sichtradar wertet den Punkt rot, wenn Skripte, Stile oder Formulare betroffen sind, und gelb, wenn es nur Bilder sind.

Was ist Mixed Content?

Eine Seite wird über https ausgeliefert, enthält aber im Quelltext Adressen, die mit http:// beginnen. Das passiert oft nach einem Umzug auf https, wenn alte Adressen in Texten, Bildern, Themes oder Plugins stehen geblieben sind. Man unterscheidet zwei Arten: Aktive Inhalte wie Skripte und Stile können das Verhalten der Seite verändern. Passive Inhalte wie Bilder sind weniger heikel. Der Besucher merkt davon zunächst nichts, der Browser aber schon. Ein Beispiel für den Fehler und die Korrektur:

<!-- vorher: unverschlüsselt -->
<img src="http://ihre-firma.ch/bilder/team.jpg" alt="Unser Team">

<!-- nachher: verschlüsselt -->
<img src="https://ihre-firma.ch/bilder/team.jpg" alt="Unser Team">

Warum zählt das für Sicherheit, Google und KI-Assistenten?

Wer eine unverschlüsselte Datei mitlesen oder austauschen kann, kann bei Skripten die ganze Seite verändern. Darum blockieren Browser aktive gemischte Inhalte in der Regel. Dann fehlen Funktionen, oder das Design bricht. Bilder werden je nach Browser geladen, die Seite gilt aber nicht mehr als vollständig verschlüsselt. Ein Formular, das an eine http-Adresse sendet, überträgt Eingaben ungeschützt. Google nutzt https als bekanntes Signal, und eine fehlerhafte Seite schadet der Nutzung. Fehlende Inhalte können auch dazu führen, dass KI-Programme nur einen Teil Ihrer Seite sehen.

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie die Startseite, drücken Sie F12 und wechseln Sie zum Reiter «Konsole». Meldungen mit «Mixed Content» nennen die betroffene Adresse. Alternativ suchen Sie im Quelltext (Strg+U) mit Strg+F nach «http://». Nicht jeder Treffer ist ein Fehler: Ein normaler Link auf eine andere Seite wird nicht geladen und ist unkritisch. Problematisch sind Adressen bei Bildern, Skripten und eingebetteten Rahmen (iframes), bei Stilen und bei Formular-Zielen. Der Gratis-Check von KI-Sichtradar zählt diese Fälle auf der Startseite.

So beheben Sie es

Ändern Sie jede betroffene Adresse von http:// auf https:// oder, wenn möglich, auf eine relative Adresse wie /bilder/team.jpg. In Website-Systemen stehen alte Adressen oft in Beiträgen, Menüs, Theme-Einstellungen und Plugins. Ein Suchen-und-Ersetzen in der Datenbank spart Zeit, kann aber Schaden anrichten, daher nur mit Sicherung und durch die Person, die Ihre Website betreut. Als Übergangslösung kann der Server den Browser anweisen, http-Adressen automatisch auf https umzustellen. Das klappt nur, wenn die Ziele https anbieten:

Content-Security-Policy: upgrade-insecure-requests
  1. Erstellen Sie eine Sicherung von Website und Datenbank.
  2. Sammeln Sie über die Konsole des Browsers (F12) alle Adressen mit http://, die geladen werden.
  3. Ändern Sie diese Adressen in Beiträgen, Themes, Plugins und Formularen auf https://.
  4. Lassen Sie ein Suchen-und-Ersetzen in der Datenbank nur von der Person durchführen, die Ihre Website betreut.
  5. Laden Sie die Seite neu und prüfen Sie, dass die Konsole keine Mixed-Content-Meldung mehr zeigt.

So bewertet KI-Sichtradar diesen Punkt

Ist die Startseite selbst nicht über https erreichbar, ist der Punkt nicht prüfbar und zählt nicht in den Score. Werden Skripte, Stile, iframes oder Formular-Ziele über http:// geladen, wertet KI-Sichtradar rot. Sind nur Bilder betroffen, ist der Punkt gelb. Ohne solche Adressen ist er grün. Gelesen wird nur das HTML der Startseite, nicht das, was Skripte später nachladen.

Die Bewertung ist eine eigene Methode von KI-Sichtradar und eine Momentaufnahme der Startseite, kein Sicherheitstest und keine Garantie.

Häufige Fragen

Warum zeigt mein Browser ein Warnzeichen trotz https?

Meist lädt die Seite mindestens eine Datei über http. Die Konsole der Entwicklerwerkzeuge (F12) nennt die Adresse. Sobald sie auf https umgestellt ist, verschwindet die Warnung in der Regel.

Reicht ein Plugin, das alles auf https umstellt?

Solche Plugins korrigieren viele Fälle automatisch und sind eine praktische Hilfe. Prüfen Sie danach trotzdem im Browser, ob noch http-Adressen übrig sind. Dauerhaft sauber ist es, die Adressen in den Inhalten selbst zu ändern.

Sind externe Links mit http:// ein Problem?

Nein, ein normaler Link zu einer anderen Seite wird nicht automatisch geladen. Er sollte aber auf https zeigen, wenn die Zielseite es anbietet, damit Besucher nicht auf einer unverschlüsselten Seite landen.

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